Tests mit Milchrassen


Schon früh wurde überlegt, die Milchleistung und die Euterqualität über den gezielten Einsatz von Milchrassen zu verbessern. So wurde schon vor über 25 Jahren 1975 der Candy-Sohn „Caruso 32387“ (s. Foto) in Wölsau geprüft. Er schaffte auch 1979 die Hürde für den Zweiteinsatz und hat über seinen Sohn "Caramba 33212" und vor allem auf der Bullenmutterseite über "Hupner 33974", "Piko 33649", "Rom 33323" und "Samson 32961" sein Blut in Wölsau verbreiten können. Nur die letzten zwei Bullen haben die Hürde zum Zweiteinsatz geschafft.

Der 1977 geprüfte Canstar-Sohn „Charlie 32612“ hat leider die Hürde zum Zweiteinsatz nicht geschafft. Vom berühmten  Schweizer „James Red“ - Sohn „Redad 6514“ (50% RH), der über seine Söhne „Renner 20433“ und „Radi 6814“ die Fleckviehzucht der neunziger Jahre wesentlich beeinflußt hat wurde 1982 in Wölsau nur der Stier „Rektor 33098“ geprüft, der aber ohne Bedeutung blieb. Es wurde in dieser Zeit mehr Gewicht auf die „Topas 32950“ (V: Topper) Söhne gelegt. „Torro 45040“ „Torero 33135“ und „Togal 33177“ kamen jedoch gegen die Redad-Söhne nicht an. Mit „Texaner 33260“ (V: Texan) konnte 1984 ein Enkel des berühmten Red Holstein Stieres "Triple" positiv geprüft werden. Über eine große Zahl von Renner und Radi – Söhnen und Enkeln konnte –auch auf dem Bullenmutterpfad- im Wölsauer Gebiet die Euterqualität und die Leistung der Fleckviehtiere deutlich verbessert werden.

 

Einkreuzungsversuche mit Montbeliarde – Bullen wurden auch schon früh im Wölsauer Gebiet vollzogen. Der Schweizer Stier "Rossli 839080" hat über seine Söhne die Montbeliarde – Zucht wesentlich beeinflußt. Sein Sohn „Robert 32524“ kam 1976 zum Prüfeinsatz. Die in Wölsau geprüften Söhne "Robby 33244" und "Robot 33242" waren beide nicht für den Zweiteinsatz geeignet. Seine Tochter „Aula“ von Herrn Konrad Dörfler aus Speichersdorf schreibt jedoch Fleckviehgeschichte. Mit den beiden Wölsauer - Söhnen „Gen 33527“ und „Hupfer 33334“ und vor allem mit ihrem in Neustadt geprüften Sohn „Horb 33610“ hat sie Vererber der Spitzenklasse zur Welt gebracht. Fantastische Euter gepaart mit Spitzenleistungen haben Horb – Töchter bei manchen Tierschauen zu Siegen verholfen und auch die Söhne "Horalp 34300", "Hore 34326", "Honnef 34310", "Horlar 34323" und "Horze 34365" in Wölsau sowie manche Söhne in anderen Stationen haben dieses Erbe weitergetragen.

Ein weiterer Rossli – Sohn hat, nachdem er in der gezielten Paarung eingesetzt war, auch seine Spuren in der Fleckviehzucht hinterlassen. Die beiden „Mobell 52430“ – Söhne „Mops 33482“ und „Maul 33487“ wurden 1986 in Wölsau geprüft und kamen beide zum Zweiteinsatz. Sechs Jahre später, 1992 kam „Motor 34119“ aus der Salomon – Tochter „Gerda“ von Herrn Schleich aus Lichenroth in Hessen zum Prüfeinsatz. Er wurde 1996 aufgrund seiner herausragenden Exterieurvererbung in der gezielten Paarung eingesetzt. Auch Mobell –Töchter haben in Wölsau ihre Spuren hinterlassen. Als Mütter der Bullen „Hobel 33686“, „Zano 33878“ und „Starking 21895“ wurde Mobell – Blut weit verbreitet.

Der 1981 mit 500 Portionen in Wölsau geprüfte „Uranus“ – Sohn „Nesquick 32989“ hat keine Spuren in Wölsau hinterlassen. 1986 und 1987 wurden die vom Stier „Laos 33302“ (V: „Corail“) stammenden Bullen „Lama 33530“, „Last 33623“und „Lars 33537“ geprüft, die jedoch allesamt nur lokale Bedeutung erhielten. Vom gleichzeitig eingesetzten Stier „Jacobus“ blieben leider keine Nachkommen in der Zucht aktiv. Vom herausragenden Spitzenvererber der Montbeliarde – Zucht „Bois le vin 15889“ konnten 1995 bzw. 1998 gemeinsam mit Gießen die zwei Bullen „Bienvenue 34519“ und „Bogner 645114“ geprüft werden. Bienvenue scheiterte an der Melkbarkeit und hat auch nur durchschnittliche Leistungen bei seinen Töchtern gebracht. Über Hessen brach der Kontakt zur Montbeliarde Zucht auch in den letzten Jahren nicht ab. So wurde 1995 der Tartars – Sohn Tulipan 16167“, 1999 der Electro – Sohn „Elhor 645184“ und 2000 der Faucon – Sohn „Falter 645291“ bei uns geprüft.

Im Jahr 2000 wurden 23 Besamungen mit reinen Montbeliarde- und 378 Besamungen mit Red Holstein – Samen durchgeführt. Die 1´516 Besamungen (2,2 %) mit Holstein – Friesen – Samen werden überwiegend auf Kühe der selben Rasse durchgeführt.

 

Zurück zu

Geschichte

STARTSEITE