Tests mit Limousine und anderen Fleischrassen



Am 3.7.1970 wurden die beiden Limousine - Bullen „Max 38466“ und „Moritz 38467“ aus Frankreich importiert und mit jeweils 500 Portionen zum Prüfeinsatz gebracht. Die erwartete gute Fleischfülle und Fleischqualität wurde bei den Schlachtungen in Marktredwitz bestätigt. Beim Prüfeinsatz wurde klar gemacht, daß die Nachkommen NICHT zur Zucht verwendet werden dürfen. Aufgrund der ansprechenden Fleischfülle der Nachkommen haben sich jedoch nicht alle Landwirte an diese Weisung gehalten und einige enttäuschten Gesichter waren bei den schlechten Milchleistungsergebnissen zu verzeichnen. Am 9.1.1973 fand eine Ausschlachtungsschau im Schlachthof Marktredwitz mit Beurteilung und Auswertung der Schlachtkörper durch die Bundesanstalt für Fleischforschung Kulmbach (Frau Dr. Schön) in Anwesenheit von Min.Dir. Dr. Müller (Ministerium München), Reg.Dir. Dr. Schwarz (ZWP Nordbayern), Tierzuchtämtern, Veterinärämtern und Landwirtschaftsämtern statt. Alle Kreuzungstiere wurden in die Handelsklasse A eingestuft. Noch heute sind den älteren Marktredwitzer Metzgern die Kreuzungstiere in bester Erinnerung.

Nach der Fusion der beiden Zuchtverbände Weiden und Regensburg wurde vom nunmehr neuen Zuchtverband in Schwandorf ein gezielter Kreuzungsversuch mit Blond d´Aquitaine lanciert. Es sollte eine geschlossene Kette von der Kreuzungs – Anpaarung bis zu Vermarktung der Kälber und Bullen aufgebaut werden. Leider stieß dieser Versuch nicht auf die erwartete Resonanz.

Im Jahr 2000 wurden insgesamt 288 Besamungen (0,4 %) mit Fleischrassen durchgeführt. Der Samen wurde ohne Ausnahme von deutschen und belgischen Besamungsstationen für den Einsatz in Wölsau eingekauft. Die Nachfrage war in den Vorjahren auf niederem Niveau stagnierend.

 

 

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