Bauliche Entwicklung

 


Die Bullen waren zunächst in der näheren Umgebung von Marktredwitz bei Landwirten und im Verbandshof untergebracht und wurden täglich nach Bedarf abgesamt.  Mit Fahrrad oder später auch mit Motorrad und dem frisch gewonnenen Samen „bewaffnet‘ fuhr der Techniker zu den Landwirten hin und führte die Besamung noch unter Fingerkontrolle durch.  Die Trächtigkeitsergebnisse konnten sich schon zu den damaligen Zeiten sehen lassen.  Das Ergebnis lag deutlich über den Resultaten, die im Natursprung erreicht wurden.

stationwölsau

Die lange Suche nach einer entsprechenden Unterkunft für die Bullen und für die Einrichtung eines Labors endete 1952 in Wölsau.  Nach einigen Startschwierigkeiten konnte am Ortsausgang in Richtung Brand ein Haus, das jetzige Wohnhaus errichtet werden, in dem die Stallungen für drei Bullen, ein Sprungraum, ein Labor und eine Wohnung für den Tierbetreuer und ersten Besamungstechniker Herrn Postner errichtet werden konnte.  Der Grundstein für die heutige Besamungsstation war gelegt. 1959 wurde dieses ursprüngliche Stationsgebäude aufgestockt, um Betriebswohnungen zu errichten.

 

1956 wurde ein Behelfsstall für 4 weitere Bullen errichtet. Da der Platz dem steigenden Bedarf nicht genügte, wurde im selben Jahr der landwirtschaftliche Betrieb Simon Ruckstroh, Oberredwitz für die Haltung von vier weiteren Bullen angepachtet. Aber auch bei den Mitgliedsbetrieben Karl Küspert und Josef Sattler – beide Oberredwitz – konnten Bullen untergestellt und für die Besamung genutzt werden. 1958 wurde der jetzige „alte Stall“ mit 18 Bullenplätzen und angegliedertem Absonderungsstall mit 3 Bullenplätzen gebaut.

1960 / 61 wurde das Verwaltungsgebäude, damals mit Labor, Büro und Wohnungen errichtet. 1963 entstanden die Garagen und die Maschinenhalle (jetzige Werkstatt), 1964 die nicht mehr aktiv benutzte Bewegungsbahn für die Zuchtbullen. 1966 wurde ein neues Labor (jetzt: Samenausgabe und Langzeitlager) an den alten Stall angefügt, da das 1965 eingeführte Tiefgefrierverfahren entsprechend mehr Platz für Labor und Stickstoffproduktion benötigte. Als Übergangslösung wurde dem Querbau auch ein Stallraum für 10 Bullen angefügt.

Die Nachfrage zur künstlichen Besamung stieg von Jahr zu Jahr. Mit dieser Nachfrage stieg auch der Platzbedarf für die Bullenhaltung.

1971 konnte der „Flügelhof“ in Wölsau (17 Bullen, 4 Kälber) als Wartebullenstall gepachtet werden. Diese Lösung hatte für 6 Jahre Bestand.

1976 konnten erneut 3000 qm Grund im Anschluß an das Stationsgebäude erworben werden, worauf ein neuer Wartebullenstall mit 30 Standplätzen und einem eingegliederten Kälberstall mit 5 Buchten erstellt werden konnte.

Ein 120 m2 großer Sprungraum verbindet nun den neuen Wartebullenstall mit dem zum Labor umgebauten Querbau. Als Schutz vor den kalten Ostwinden wurde 1977 an der Ostseite eine Maschinenhalle errichtet, die 1993 erweitert wurde. Die ursprünglich zum neuen Wartebullenstall errichteten zwei 250 m3 Hochsilos reichten bei der Umstellung zur ganzjährigen Silagefütterung nicht mehr aus. 1984 wurden zwei weitere Silos installiert. Im Jahre 2000 wurde der im Wartebullenstall integrierte Kälberstall abgerissen und zu weiteren 6 Bullenplätzen umgebaut. Im selben Jahr wurde der nördliche Teil der neuen Maschinenhalle zu drei Laufställen für jeweils drei bis fünf Stiere in Tiefstreu umgestaltet und dafür die Maschinenhalle nach Süden verlängert.

 

2009 wurden erneut 3000 qm Grund im Anschluss an obiges Gelände gekauft. Auf diesem Grundstück konnte ein moderner Wartebullenstall erstellt werden Mit 98 Plätzen in 5er Gruppen als Tretmiststall konzipiert, bietet der am 10.10.2010 eingeweihte Stall Bullenkomfort auf höchstem Niveau!

 

 

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